Florence Foresti

by Pascal Iakovou
0 comments

Sie wechselt sorglos von der kleinen, genervten Wachtel zur naiven Bürgerin. Mit ihrer phlegmatischen Bulldogge hat sich diese Stand-up-Caid (ein Wort, das sie nicht mag) von Lyon aus, das von Stéphane Bern auf Canal enthüllt wurde, ruhig ihren Weg gebahnt. Foresti verführt, auf Verschleiß. Auf der Bühne erzählt sie von sich und teilt mit den Menschen kleine Ausschnitte aus ihrem Leben, vergrößert manche und stellt sich andere vor. Dasselbe im Fernsehen bei Ruquier. Vor ihrer Welttournee (von Biganos bis Cognac) Treffen mit einer ängstlichen Humoristin, die (uns) auch zum Lachen bringt, um nicht über die Dekadenz der Welt nachzudenken.

Wie stellst du dich Menschen vor, die dich nicht kennen?

Florence, das ist alles. Ich schüttele die Hand und sage meinen Vornamen. Künstlerisch würde ich mich als Humoristin bezeichnen, als Bühnenhumoristin, zuerst im Trio und dann in einer Ein-Mann-Show, und dann hat mir natürlich das Fernsehen angeboten, mich ihm anzuschließen.

Was hat dich dazu gebracht, diesen Beruf zu ergreifen?
Ich habe mir diese Frage nicht einmal gestellt, man kann sich nicht aussuchen, „diesen Beruf zu ergreifen“. Diejenigen, die ihn einfach so willkürlich auswählen, erscheinen mir ein wenig seltsam. Das ist etwas, das man schon als Kind ziemlich schnell spürt: Da ist etwas in der Richtung, sich selbst darzustellen, Lust zu haben, andere zum Lachen zu bringen, und im Laufe der Zeit, wenn man älter wird, macht man daraus einen Beruf. All das kam ziemlich ruhig und ohne Erschütterung. Ich bin nie vorausgegangen und habe mir gesagt: „Morgen gehe ich in die Hauptstadt“. Es scheint mir, dass ich alles in der richtigen Reihenfolge gemacht habe; das heißt, zuerst als Hobby, und dann wurde es professionell, weil es erfolgreich war, Paris, weil ich gefragt wurde. Ich habe nie etwas gedrängt, weil ich der Meinung bin, dass die Leute zu einem kommen müssen.

Galeeren vor dem Erfolg?
Ich hatte Abstand, weil ich einen Job hatte. Ich war Computergrafiker und machte das als Dilettant, nicht um zu essen. Dadurch hat man mehr Leichtigkeit, sich dem Beruf zu nähern. Man sollte dies nicht tun, um auf Geld zu hoffen, sondern um zu überleben. Ich hatte viele Phasen des Selbstzweifels, besonders wenn du gerade einen Flop hinter dir hast, und es ist sehr schwer, am nächsten Tag wieder auf der Bühne zu stehen. Aber ich bin als Mädchen super ängstlich, weil ich mein eigenes Werkzeug bin, alles hängt von uns ab. Man kann sich auf niemand anderen stützen, daher erzeugt das viele Ängste.

Cette publication est également disponible en : Français (Französisch) Italiano (Italienisch) Español (Spanisch)

LUXSURE LETTER

Le luxe, sélectionné plutôt que subi.

Recevez notre sélection éditoriale consacrée aux Maisons, aux idées et aux mutations qui façonnent le luxe contemporain.

RECEVOIR LUXSURE LETTER → DÉCOUVRIR LE MAGAZINE →

Related Articles