Das Model, das bereits informell mit dem viralen Erfolg des Tops „Ultra-léger avec cachemire“ verbunden war, eröffnet mit einer vierteiligen Kampagne ein neues Kapitel der Kollektion.
Eine Botschafterin mit Vorgeschichte
Intimissimi stellt für den Herbst eine neue Entwicklung seiner Kollektion „Ultra-léger avec cachemire“ vor, die die Marke selbst als virales Phänomen und Bestseller bezeichnet. Die Zusammenarbeit mit Kendall Jenner würdigt die langjährige Verbindung des Models zu dieser Linie: Nach Angaben des Unternehmens gehörte sie zu den ersten Prominenten, die das Top mit U-Boot-Ausschnitt ganz selbstverständlich trugen und es so einer neuen Generation von Käufern näherbrachten.
Diese Erzählweise — an eine frühere, spontane Nutzung anzuknüpfen, statt eine Zusammenarbeit aus dem Nichts zu schaffen — ist für erschwingliche Modemarken ein verbreiteter Weg, einer bezahlten Partnerschaft organische Glaubwürdigkeit zu verleihen.
Vier Kapitel, ein Kleidungsstück
Zum Auftakt wird Intimissimi vier Kampagnenkapitel zeigen, in denen Jenner verschiedene Looks aus „Ultra-léger avec cachemire“ trägt. Das langärmelige Top aus Kaschmirspitze ist an ihr in „Schokoladenbraun“ zu sehen; erhältlich ist es auch in Schwarz, Vanille, Blau, Braun, Grau, Beige und Bordeaux sowie in den neuen Herbst-Winter-Farben 2026 Grün, Violett und Rot.
Dass die Farbpalette statt der Modelle erweitert wird, verrät die Logik eines Bestsellers: Die Marke will das Kleidungsstück nicht neu erfinden, sondern seine visuelle und farbliche Präsenz verbreitern und so seinen kommerziellen Lebenszyklus verlängern.
Erschwinglicher Kaschmir als zentrales Argument
Der prominente Platz von Kaschmir in einer erschwinglichen Kollektion aus Lingerie und Loungewear spiegelt einen breiteren Markttrend: Materialien, die einst dem reinen Luxussegment vorbehalten waren, werden durch Marken zugänglicher, die in großem Maßstab produzieren und zugleich mit einer wertvollen Faser werben können. Wie andere international vertriebene italienische Lingerie-Marken hat Intimissimi einen Teil seiner Identität auf das Versprechen eines Zugangs zu hochwertigen Materialien aufgebaut.
Eine Persönlichkeit vom Rang Kendall Jenners für dieses Versprechen zu gewinnen, verstärkt die begehrenswerte Wirkung der Kollektion. Zugleich verweist die Marke auf das frühere, nicht gesponserte Tragen des Tops durch das Model — ein Argument für Authentizität, das sie ausdrücklich betont, statt die Partnerschaft als herkömmlichen Werbevertrag vorzustellen.
Eine Zusammenarbeit, die eine bereits bestehende Nutzung anerkennt, statt die Verbindung erst zu erfinden, zeigt einen breiteren Wandel bei der Wahl von Markenbotschafterinnen im erschwinglichen Modesegment. Wahrgenommene Authentizität zählt inzwischen mehr als bloße Bekanntheit: Für Marketingteams kann ein Weltstar ohne frühere Verbindung zum Produkt weniger wert sein als eine Person, die das Publikum bereits als tatsächliche Trägerin kennt.
Auf einem europäischen Lingerie-Markt, in dem der Wettbewerb unter erschwinglichen Marken in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat, bleibt eine Partnerschaft mit einem internationalen Star eine der wenigen Möglichkeiten, für ein seit mehreren Saisons erhältliches Kleidungsstück erhebliche Medienaufmerksamkeit zu erzeugen, ohne ein neues Produkt zu entwickeln.



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