Magda Butrym zeigt ihre Kollektion erstmals auf der New York Fashion Week

by Tania Tuka
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Die polnische Designerin Magda Butrym hat ihre Kollektion erstmals auf den New Yorker Laufstegen präsentiert. Die Frühjahr-Sommer-Kollektion 2027 trägt den Namen „Natalia“ und begleitet zugleich die Eröffnung des ersten Flagship-Stores des Hauses in New York, im Viertel SoHo. Der Name verweist auf die polnische Künstlerin Natalia LL, deren Werk Weiblichkeit, Begehren und die Natur des Blicks erforscht.

Für die neue Saison setzt die Designerin ihre Auseinandersetzung mit Weiblichkeit in einem Spiel der Kontraste fort. Die Strenge des maskulinen Tailorings trifft auf Transparenz, Spitze und von Lingerie inspirierte Silhouetten. Markante Schultern bei Anzügen und Trenchcoats geben der Figur Struktur, während beinahe luftige Kleider und transparente Lagen ihr Leichtigkeit verleihen. Eine Lederjacke kontrastiert mit einem hautengen Kleid in Meerjungfrauenform und unterstreicht die für Butryms Welt charakteristische Sinnlichkeit.

Ein schwarzer Trenchcoat mit betonten Schultern gibt den Blick auf transparente Materialien und Spitzendetails frei. Mit Metallfolie überzogenes Leder, eng anliegende Lederelemente und Federn verleihen den Silhouetten eine schärfere, kühnere Note. Die Kollektion bewahrt jedoch die romantische Dimension, die der Ästhetik der Designerin eigen ist. An Tapeten erinnernde Blumenmotive und Stücke mit Häkeldetails rufen Magda Butryms Erinnerungen wach, insbesondere an jene Frauen, die immer Wert darauf legten, sich elegant zu kleiden, selbst zu Hause. Diese Liebe zu spektakulärer Kleidung findet sich in dem Bild wieder, das die Designerin ihre „slawische Marilyn“ nennt.

Die Abendlooks erscheinen in von Schlafzimmern inspirierten Weißnuancen und Teebeige. Klare Overalls, Spitzentops und Lingerie-Anklänge verwandeln die Intimität des Alltags in eine modische Geste. Einige Stücke verbergen Rosenblätter in ihren Taschen, ein Symbol, das zu einem der auffälligsten Details der Kollektion wird. Rosen erscheinen auch auf dem Laufsteg, der sich in einen regelrechten Blumenteppich verwandelt. Die Inszenierung verweist auf die Tradition der polnischen Stadt Spycimierz, wo zu Fronleichnam großflächige Blumenkompositionen entstehen. Das polnische Thema setzt sich in Silhouetten fort, die an die Warschauer Meerjungfrau erinnern, eine Figur, die zu den Symbolen der Hauptstadt geworden ist.

Fotos: Mit freundlicher Genehmigung der Marke

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