In seiner Frühjahr/Sommer-Kollektion 2027 erkundet Dries Van Noten Glamour als persönliches Vergnügen und als Möglichkeit, in eine neue Rolle zu schlüpfen. Ausgangspunkt ist eine Schauspielerin, die das Filmset verlässt und in den Alltag zurückkehrt, während sie in ihrer Vorstellung die Atmosphäre des Kinos bewahrt.


Der Designer interpretiert vertraute Codes der Eleganz mit Leichtigkeit, Ironie und selbstbewusster Lässigkeit neu. Die Ästhetik fiktiver Filmplakate bestimmt die Bildsprache der Kollektion: Die Kleidungsstücke wirken wie aus Fragmenten unterschiedlicher Geschichten zusammengesetzt, kombiniert mit vertrauten Stücken der Garderobe. Durchscheinender Organza verwandelt Arbeitsjacken, Jacquards mit metallisierten Garnen halten Einzug in die Alltagsgarderobe, während Twinsets, Tierprints und Schluppenblusen neben Poloshirts und Kleidern mit imaginären Filmplakaten stehen. Motive von Sternen, Flamingos und Martinigläsern verstärken diese filmische Atmosphäre, während transparente Lagen bewusst Unschärfeeffekte erzeugen.




Die Farbpalette verbindet gedämpfte Neutraltöne, pudrige Rosatöne und vom Make-up inspirierte Mauvetöne mit grellem Gelb, Türkisnuancen, Orangetönen und metallischen Glanzlichtern. Broschen, Halsketten und Anhänger aus Glas und Modeschmuck ergänzen die Looks nicht nur als Accessoires: Sie werden in Kleidung und Schuhe integriert und prägen so den Charakter jeder Heldin mit. Pumps mit Holzabsätzen, große in der Hand getragene Taschen und ein einzelner, nicht zum Gegenstück passender Autofahrerhandschuh setzen ausdrucksstarke Details, wie Anspielungen auf Szenen aus Filmen, die es nicht gibt.


Glamour zeigt sich damit nicht als strenger Kodex der Eleganz, sondern als freies Spiel mit dem Erscheinungsbild, bei dem jede Frau ihre eigene Figur gestaltet.
Fotos: PR Dries Van Noten
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