Kering bringt am 27. Oktober Amy Homma, Kazunari Ninomiya und Chieko Murata zusammen. Das Programm verbindet Bewahrung, Schauspiel und Produktion; anschließend folgt Lulu Wangs The Farewell.

Wie bewegt sich ein Film zwischen den Menschen, die ihn schaffen, den Institutionen, die ihn bewahren, und dem Publikum, das ihn entdeckt? Die angekündigte Women In Motion-Veranstaltung in Tokio eröffnet dazu drei Perspektiven: die von Amy Homma, Leiterin des Academy Museum, von Schauspieler Kazunari Ninomiya und von Produzentin Chieko Murata.
Drei Positionen im Leben eines Films
Kering plant die Veranstaltung für den 27. Oktober 2026 im TOHO Cinemas Roppongi Hills, begleitend zum Internationalen Filmfestival Tokio. Hirokazu Kore-eda wird das Gespräch eröffnen. Danach wird der von Amy Homma ausgewählte Film The Farewell gezeigt.
Das Programm befasst sich unter anderem mit der internationalen Stellung des japanischen Kinos und der Vielfalt kreativer Arbeitsumfelder. Der Eintritt soll frei sein; für die sechzig Plätze ist bei übersteigender Nachfrage eine Verlosung vorgesehen. Diese Bedingungen machen den Zugang konkret fassbar, jenseits der Bekanntheit der Gäste.
Kulturelles Engagement zeigt sich im Gespräch
Die Verbindung von Museum, Schauspiel und Produktion ist vielversprechend, weil sie unterschiedliche Verantwortlichkeiten sichtbar machen kann. Ein Werk zu bewahren, ihm auf der Leinwand Präsenz zu geben und seine Entstehung zu ermöglichen, führt nicht immer zu denselben Prioritäten.
Für einen Luxuskonzern, der diesen Dialog ausrichtet, wird der kulturelle Wert davon abhängen, wie viel Raum diese Unterschiede tatsächlich erhalten. Ein Programm kann bekannte Namen versammeln, ohne einen gehaltvollen Austausch hervorzubringen; es kann aber auch Bedingungen erhellen, die bei der Vermarktung eines Films meist außen vor bleiben.
Die Veranstaltung steht noch bevor. Das Programm ist daher als Einladung zu lesen, nicht als bereits erreichtes Ergebnis. Was im Oktober gesagt wird, wird erkennen lassen, ob dieses Treffen die Entstehung und Weitergabe von Film verständlicher gemacht hat.
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